VASNER Citara M 900 Watt im Test: die flache Infrarotheizung für Feuchträume

Die VASNER Citara M ist eine Infrarotheizung mit Carbon-Heiztechnik, 900 Watt Leistung und einem flachen, wandmontierbaren Metallgehäuse. 60 mal 120 Zentimeter groß, 2,5 Zentimeter tief und 10,9 Kilogramm schwer, richtet sie sich an alle, die einen Raum ohne klassische Heizkörper punktuell erwärmen wollen, etwa als Ergänzung zur bestehenden Heizung oder als alleinige Wärmequelle in Bad oder Wintergarten.
Die aufschlussreichste Angabe ist dabei die Oberflächentemperatur: rund 110 Grad Celsius erreicht die Panelfläche im Betrieb. Das ist eine für Infrarotheizungen dieser Leistungsklasse typische, aber bewusst hohe Temperatur, die viel darüber aussagt, wie das Gerät Wärme abgibt und worauf bei der Montage zu achten ist.
Mit IP44-Schutzklasse ist die Citara M zusätzlich für Feuchträume freigegeben, was sie von vielen einfacheren Heizpaneelen unterscheidet, die ausschließlich für trockene Wohnräume gedacht sind. Diese Kombination aus hoher Oberflächentemperatur und Feuchtraumeignung prägt den gesamten praktischen Nutzen des Geräts.
Die Daten im Überblick
| Modell | VASNER Citara M 900 Watt Infrarotheizung |
|---|---|
| Leistung | 900 Watt |
| Abmessungen (H x B x T) | 60 x 120 x 2,5 cm |
| Gewicht | 10,9 kg |
| Oberflächentemperatur | ca. 110°C |
| Kabellänge | 1,7 m |
| Spannung | 230V / 50 Hz |
| Schutzklasse | IP44 |
Werte nach den Angaben von VASNER.
110 Grad Celsius: was die Oberflächentemperatur praktisch bedeutet
Infrarotheizungen erwärmen nicht in erster Linie die Luft im Raum, sondern strahlen Wärme direkt auf Personen, Möbel und Wände ab, ähnlich wie Sonnenlicht auf der Haut spürbar wird, bevor die umgebende Luft überhaupt merklich wärmer geworden ist. Damit dieser Effekt zustande kommt, muss die Panelfläche selbst deutlich wärmer werden als die gewünschte Raumtemperatur. Bei der Citara M liegt diese Temperatur bei rund 110 Grad Celsius, ein Wert, der für Carbon-Infrarotpaneele dieser Leistungsklasse typisch ist.
Praktisch bedeutet das zweierlei. Erstens wärmt das Panel unmittelbar nach dem Einschalten spürbar, ohne dass zuerst der gesamte Raum aufgeheizt werden muss, ein Vorteil gegenüber klassischen Konvektionsheizkörpern, die Zeit brauchen, bis die Raumluft zirkuliert. Zweitens verlangt eine Oberfläche mit dieser Temperatur ausreichend Sicherheitsabstand bei der Montage, zu Vorhängen, Möbeln oder brennbaren Materialien ebenso wie zu Kindern, die versehentlich mit der Hand an das eingeschaltete Panel fassen könnten.
Die mehrschichtige rückseitige Isolierung, die der Hersteller nennt, wirkt genau dieser hohen Temperatur entgegen, allerdings in die andere Richtung: Sie verhindert, dass ein Teil der erzeugten Wärme ungenutzt durch die Wand hinter dem Panel entweicht. Ohne diese Isolierung würde ein Teil der 900 Watt Heizleistung buchstäblich in die dahinterliegende Wand statt in den Raum abgegeben, besonders relevant bei Außenwänden, die selbst kühler sind als Innenwände.
2,5 Zentimeter Tiefe: die flache Bauform als Raumsparer
Mit nur 2,5 Zentimetern Tiefe fällt die Citara M deutlich flacher aus als klassische Heizkörper oder auch als viele Konvektor-Heizgeräte. Montiert an der Wand ragt sie kaum in den Raum hinein, was sie besonders für kleinere Räume oder Stellen interessant macht, an denen ein sperriger Heizkörper stören würde, etwa über einer Sitzbank, neben der Badewanne oder in einem schmalen Flur.
Die Fläche von 60 mal 120 Zentimetern verteilt die Heizleistung von 900 Watt gleichmäßig über eine vergleichsweise große Panelfläche. Das wirkt sich auf das Strahlungsmuster aus: Statt einer punktuellen, sehr heißen Quelle entsteht eine breitflächige, moderatere Wärmeabgabe, die im direkten Umfeld des Panels als angenehmer empfunden wird als die eines kleineren, aber gleich starken Heizelements.
10,9 Kilogramm Gewicht: was das für die Montage bedeutet
Mit knapp 11 Kilogramm ist die Citara M kein Leichtgewicht, was in erster Linie am Metallgehäuse liegt, das die Carbon-Heizelemente trägt und schützt. Für die Montage an einer stabilen Wand ist das unkritisch, an Leichtbau- oder Trockenbauwänden sollte allerdings mit geeigneten Dübeln gearbeitet werden, die für dieses Gewicht ausgelegt sind, statt mit einfachen Bilderhaken.
Das mitgelieferte Halterungssystem ist für Wand- wie auch für Deckenmontage ausgelegt. Bei der Deckenmontage wirkt sich das Gewicht stärker aus als bei der Wandmontage, weil die Halterung dann tragend statt nur stützend arbeitet. Wer eine Deckenmontage plant, sollte deshalb genauer auf den Untergrund und die Tragfähigkeit der verwendeten Befestigung achten als bei der einfacheren Wandvariante.
IP44-Schutzklasse: Einsatz in Bad und Feuchtraum
Die Schutzklasse IP44 steht für Schutz gegen feste Fremdkörper ab 1 Millimeter und gegen Spritzwasser aus allen Richtungen. Für ein Elektrogerät, das im Badezimmer oder in ähnlich feuchten Räumen betrieben werden soll, ist das die relevante Mindestanforderung, weil dort mit gelegentlichem Wasserkontakt zu rechnen ist, ohne dass das Gerät direkt unter der Dusche hängt.
Laut Hersteller ist die Citara M für den Einsatz in Feuchträumen wie dem Bad geeignet. Das öffnet ihr Einsatzgebiete, die vielen einfacheren Heizpaneelen ohne entsprechende Schutzklasse verschlossen bleiben, etwa die direkte Montage über der Badewanne oder in der Nähe der Dusche, solange die üblichen Sicherheitsabstände zu Wasserquellen eingehalten werden, die für elektrische Geräte in Feuchträumen gelten.
Steckerfertig ohne Thermostat: was im Lieferumfang fehlt
Die Citara M wird steckerfertig geliefert und lässt sich direkt nach der Montage über eine normale Steckdose in Betrieb nehmen, ohne dass eine feste Elektroinstallation nötig wäre. Für viele Nutzer ist das ein praktischer Vorteil gegenüber fest verdrahteten Heizsystemen, weil weder ein Elektriker noch ein Eingriff in die Hausinstallation nötig ist.
Ein Thermostat ist allerdings nicht im Lieferumfang enthalten. Wer die Heizung nicht dauerhaft manuell ein- und ausschalten, sondern automatisch auf eine Zieltemperatur regeln lassen möchte, muss ein separates Thermostat mit passender Steckdosensteuerung oder Funkanbindung dazukaufen. Optionale Standfüße bietet der Hersteller ergänzend an, für alle, die das Panel nicht fest montieren, sondern frei im Raum aufstellen wollen.
Wo sie an Grenzen kommt
Dafür
- Nur 2,5 cm Bautiefe, kaum sichtbar an der Wand
- IP44-Schutzklasse erlaubt Einsatz im Feuchtraum und Bad
- Steckerfertig, keine feste Elektroinstallation nötig
- Mehrschichtige rückseitige Isolierung gegen Wärmeverlust nach hinten
- Flexible Montage an Wand oder Decke mit mitgeliefertem Halterungssystem
Dagegen
- Kein Thermostat im Lieferumfang, muss separat beschafft werden
- Rund 110°C Oberflächentemperatur verlangt Sicherheitsabstand zu Möbeln und Kindern
- Mit 10,9 kg an Trockenbauwänden nur mit geeigneten Dübeln montierbar
- 900 Watt reichen für kleinere Räume, nicht für die alleinige Beheizung großer Flächen
- Kabellänge von 1,7 m begrenzt die Steckdosenposition bei der Montage
Der fehlende Thermostat ist der Punkt, der bei der Kaufentscheidung am ehesten übersehen wird. Ohne Zusatzgerät läuft die Citara M entweder dauerhaft oder muss manuell ein- und ausgeschaltet werden, was weder komfortabel noch besonders effizient ist. Wer eine automatische Temperaturregelung will, sollte das separate Thermostat direkt mit einplanen statt es als nachträgliche Ergänzung zu betrachten.
Auch die Leistung von 900 Watt braucht realistische Erwartungen. Für die Beheizung eines kleineren bis mittleren Raumes als Ergänzung oder für punktuelle Wärme an einem bestimmten Platz reicht sie gut aus, als alleinige Wärmequelle für einen großen, schlecht isolierten Raum stößt ein einzelnes Panel dieser Leistung dagegen an seine Grenzen.
Passt sie in dein Zuhause?
Ja, wenn
- eine flache Heizung für Bad oder anderen Feuchtraum gesucht wird
- schnelle Strahlungswärme statt langsamer Luftheizung gewünscht ist
- eine Steckdose in Reichweite der geplanten Montagestelle vorhanden ist
- ein einzelner kleinerer bis mittlerer Raum beheizt werden soll
Nein, wenn
- eine automatische Temperaturregelung ohne Zusatzkauf erwartet wird
- ein großer, schlecht isolierter Raum allein mit einem Panel beheizt werden soll
- an einer Trockenbauwand ohne geeignete Dübel montiert werden müsste
- uneingeschränkter Zugang für Kinder zur eingeschalteten Heizfläche besteht
Wer sich für eine Infrarotheizung entscheidet, sollte die Leistung immer an die tatsächliche Raumgröße und den Dämmzustand anpassen, sonst bleibt entweder der Raum zu kühl oder der Betrieb wird unnötig teuer. Einen Überblick über getestete Infrarotheizungen verschiedener Leistungsklassen gibt es für alle, die noch nach dem passenden Modell für ihren Raum suchen.
Drei Alternativen, die sich lohnen zu vergleichen
Wenn mehr Leistung gefragt ist: VASNER Citara M Plus
Die Plus-Variante bietet einen einstellbaren Leistungsbereich von 450 bis 900 Watt statt einer festen Leistungsstufe. Für alle, die je nach Jahreszeit oder Bedarf zwischen niedrigerer und voller Heizleistung wechseln wollen, ohne dafür ein zweites Gerät anzuschaffen, ist das eine sinnvolle Ergänzung zur Grundausstattung.
Das Grundprinzip der Carbon-Infrarottechnik bleibt dasselbe wie bei der Basisversion, nur mit einer zusätzlichen Stufenregelung, die mehr Flexibilität im Alltag erlaubt, etwa eine reduzierte Leistung in der Übergangszeit und volle Leistung an kalten Wintertagen.
Wer schwankende Heizanforderungen über das Jahr hat, etwa in einem Wintergarten mit stark unterschiedlichen Außentemperaturen, profitiert von dieser Einstellbarkeit stärker als von einer festen Leistungsstufe, die entweder zu schwach oder unnötig stark ausfällt.
Wenn weniger Leistung reicht: VASNER Citara M 700 Watt
Die 700-Watt-Version fällt bei gleicher Bauform etwas schwächer aus als die 900-Watt-Variante. Für alle, die einen kleineren Raum beheizen oder die Heizung nur als Ergänzung zu einer bereits vorhandenen Wärmequelle einsetzen wollen, kann diese geringere Leistung völlig ausreichen und spart gleichzeitig Anschaffungskosten für ein Gerät, das ohnehin nicht auf voller Leistung laufen würde.
Gehäuse, Montagesystem und Schutzklasse entsprechen weitgehend der 900-Watt-Version, lediglich die Heizleistung fällt geringer aus, was auch die Betriebskosten bei intensiver Nutzung senkt.
Für einen kleinen Raum oder als reine Zusatzheizung neben einer bestehenden Zentralheizung ist die schwächere Variante oft die vernünftigere Wahl, weil die volle Leistung der 900-Watt-Version dort ohnehin selten abgerufen würde.
Wenn Funksteuerung gewünscht ist: VASNER Citara M RX
Die RX-Variante bringt eine funkgesteuerte Regelung mit und deckt einen breiteren Leistungsbereich von 300 bis 1100 Watt ab. Für alle, die von Anfang an eine komfortable Fernsteuerung ohne zusätzliches Fremdthermostat wollen, ist das die Variante, die diesen Bedarf direkt mit abdeckt, statt ihn wie bei der Basisversion über ein separates Zubehörteil zu lösen.
Die Grundtechnik der Carbon-Heizelemente bleibt dieselbe, ergänzt um die Funktechnik zur Steuerung und einen größeren Leistungsbereich, der auch stärkere Heizanforderungen abdeckt als die 900-Watt-Basisversion.
Wer ohnehin ein Thermostat oder eine Fernsteuerung dazukaufen würde, sollte die Mehrkosten der RX-Variante gegen den separaten Kauf eines Thermostats für die Basisversion abwägen, oft gleicht sich der Unterschied durch die integrierte Lösung wieder aus.
